Geschichte zu Gradac
Der Bereich von Gradac wurde sogar in den prähistorischen Zeiten bewohnt. Das kann man mit den zahlreichen Steinhügeln beweisen, die aus der Bronzezeit und frühen Eisenzeiten stammen. In den römischen Zeiten war Gradac vermutlich der Sitz des römischen civitas Biston, welches Küstensitz der Kolonie Narona war.
In der Umgebung der Lokalität Gradina wurde der Kranz eines monumentalen Bauwerks aus dem II.-III. Jahrhundert gefunden. Außerdem fand man im letzten Jahrhundert an dieser Stelle römische Münzen.
Nach dem römischen Biston entwickelt sich auf dem Gebiet des heutigen Gradac die altkroatische Stadt Lapčanj, Lapčan oder Labinac. Dieser Ort wurde vom byzantinischen Kaiser Porfirogent in der Mitte des X. Jh. Labineca genannt. Im Jahre 1649 wurde der Ort zum ersten Mal Gradac genannt. Man vermutet, dass der Ort seinen Namen der Festung verdankt, die sich auf einer Anhöhe oberhalb der heutigen Kirche Sv. Mihovil befand und kurz vor dem kandischen Krieg (1645-1665) erbaut wurde.
Gemäß der Darstellung des venezianischen Militäringenieurs und Kartografen Giuseppe Santini, welcher die venezianisch-osmanische See- und Landschlacht bei Gradac im Jahre 1666 darstellte, hatte die Festung eine runde Form. Die Zeichnung wird übrigens im Museum der Stadt Split, in Split aufbewahrt. Auf dem erwähnten Bild brennt die Festung. Später wurde die Festung ganz zerstört, damit sich die Türken nicht in ihr einnisten konnten.
In der vrelassenen Siedlung Cista bei Gradac befinden sich heute noch die Überreste der alten Festung, die zum ersten Mal im XVII. Jahrhundert erwähnt wurde, von welcher aber vermutet wird, dass sie älter ist. In der nächsten Umgebung der Festung sind Ruinen verlassener Häuser zu sehen, welche für diese Gegend typische Bauelemente aufweisen.
Eines der ältesten Bauwerke in der Umgebung von Gradac ist die Sv. Paškvala auf der Anhöhe Plana.
Mitten im Ort, an der Stelle, wo sich einst die spätgothische Gradina befand, wurde im Jahre 1852 die neue Gemeindekirche Sv. Mihovil erbaut. In der Kirche selbst befinden sich drei Altäre mit Statuen. Unter diesen Statuen ist die Statue des Hl. Roko die außergewöhnlichste.



